Emanuel Lasker

    

Der bisher einzige deutsche Schachweltmeister Emanuel Lasker (*24.12.1868 Berlinchen †13.1.1941 New York) ist der Namenspatron unseres Vereins.

Emanuel Lasker errang den Weltmeistertitel im Alter von 25 Jahren im Wettkampf gegen den ersten offiziellen Weltmeister Wilhelm Steinitz im Jahre 1894.

Er verteidigte den Titel siebenmal: 1896 gegen Steinitz, 1907 gegen Marshall, 1908 gegen Tarrasch, 1909 gegen Janowski, 1910 gegen Schlechter, 1911 nochmals gegen Janowski und 1916 nochmals gegen Tarrasch.

Erst 1921 nach 27 Jahren auf dem Weltmeistertron verlor er den Wettkampf gegen Capablanca in Havanna (Kuba).

Emanuel Lasker war aber zudem ein talentierter Mathematiker (er promovierte 1900 in Mathematik) und hinterließ auch auf diesem Gebiet bedeutende Schriften.

Er lebte die längste Zeit seines Lebens in Berlin, davon allein zwanzig Jahre bis 1933 in der Aschaffenburger Straße 6a. In der brandenburgischen Gemeinde Thyrow besaß er seit 1921 ein großes Grundstück mit einem Landhaus als Sommersitz.

Der liberal-jüdische Lasker floh unmittelbar nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten aus Deutschland. Nach Exilstationen in Holland, England und der Schweiz fand er in der noch jungen  Sowjetunion vorübergehend eine neue Heimat.

Doch nach dem Aufziehen des Stalinismus wurde es auch hier für einen Freidenker wie Lasker gefährlich. Er reiste unter einem Vorwand in die vereinigten Staaten. Sein damaliger Gönner Nikolai Krylenko, Justizminister und Vorsitzender des sowjetischen Schachverbandes wurde Opfer der Stalinistischen Säuberungen.

Laskers kämpferischer Schach-Stil, die Bereitschaft den Gegner auf komplexes schwer zu durchschauendes Gebiet zu locken und dort darauf zu vertrauen, dass der Gegner den hohen Anforderungen einer solchen Stellung nicht dauerhaft gerecht würde, ist seit seinen großen Erfolgen vorbildlich für Generationen von Schachspielern.

Buchempfehlung

Emanuel Lasker
Homo Ludens - homo politicus

Herausgegeben von Elke-Vera Kotowski, Susanna Poldauf und Paul Werner Wagner
2003, 256 Seiten, gebunden, 29,00 EUR ISBN 3-935035-15-2

Das Buch vereint Vorträge von Wissenschaftlern und Schachhistorikern, die auf der internationalen Konferenz zum 60. Todestag von Emanuel Lasker vom 12. - 14. Januar 2001 in Potsdam gehalten wurden.

Mit Beiträgen von: Wolfgang Unzicker, Lothar Schmid, Robert Hübner, Helmut Pfleger, Jurij Awerbach, Isaak Lindner, Hans Holländer, Ulrich Sieg, Michael Dreyer, u.v.a.m.
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Emanuel Lasker Gesellschaft

Die Emanuel Lasker Gesellschaft, welche unter anderem die oben genannte Konferenz und das begleitende Buch initiiert hat, ist jedem Schachkulturell Interessierten wärmstens empfohlen. Sie ist ein eigener Verein, dessen Mitglieder nur zu einem kleinen Teil auch Mitglieder der Schachgesellschaft Lasker sind.

www.lasker-gesellschaft.de
 

Links zu Emanuel Lasker

Lasker Biographie bei WikiPedia
http://de.wikipedia.org/wiki/Emanuel_Lasker

Auszug aus Laskers "Lehrbuch des Schachspiels"
http://www.chesstour.de/internetprojekt/ schachwissenschaft/Emanuel_Lasker.pdf

Albert Einstein über Lasker
http://www.alberteinstein.info/db/ ViewImage.do?DocumentID=21188&Page=1