Die Pause dauert an

vermutlich bis weit ins nächste Jahr.

Währen der Berliner Schachverband langsam beginnt, seinen Spielbetrieb wieder aufzunehmen, bleibt das Lasker-Spiellokal dicht.

Es hatte im Sommer lange gedauert, bis der Berliner Senat Turniersport wieder zugelassen hatte. Der BSV hatte daraufhin ein Hygienekonzept erstellt, in dessen Rahmen auf die Vereine wieder Trainingsgruppen, Spielabende und Turniere durchführen dürfen. Außer dem Verband gibt es auch Vereine, die ihr Vereinsleben wieder aufnehmen konnten – natürlich im reduzierten Maß, das die andauernde Pandemie vorschreibt. Und auch die erlaubten Angebote finden nur zögerlichen Zuspruch; die Risikogruppe der Älteren, die besonderen Grund zur Vorsicht hat, ist im Schach nicht gerade unterrepräsentiert.

Bei Lasker – und bei praktisch allen Berliner Vereinen, die in Seniorenfreizeitstätten spielen – ist an eine Wiederaufnahme der Vereinsabende nicht zu denken. Der Bezirk Steglitz-Zehlendorf erlaubt zur Zeit in seinen Seniorenfreizeitstätten keinen Fremdbetrieb. Ob die Begründung, man könne die Einhaltung der Hygieneregeln nicht kontrollieren, stichhaltig ist, mag sich jeder selbst überlegen. Wir als Verein können wenig tun. Dass andere Spiellokale kaum vorhanden sind, wissen wir, seit wir den Brunnenhof verlassen haben. Um nach der Pandemie nicht im Freien zu stehen, sind wir darauf angewiesen, uns das Wohlwollen des Bezirks zu erhalten. Der BSV versucht, über die Politik und den Landessportbund wenigstens ein Bewusstsein für die Probleme des Schachsports zu schaffen, hat aber außer ein paar Solidaritätsbekundungen und unverbindlichen Absichtserklärungen noch nichts erreicht.

Für die letzte Runde der vergangenen BMM brauchen wir kein Spiellokal, alle Mannschaften spielen auswärts. Ohne Spiellokal können wir aber z.B. nicht an der geplanten Corona-Liga teilnehmen. Das Jugendtraining findet seit einiger Zeit online statt, es bleibt aber offen, wie lange die Teilnehmer noch motiviert bleiben.

Eine Besserung ist nur in Sicht, wenn es Impfung und Behandlung gibt – davon sind wir noch mindestens ein paar Monate entfernt. Bis dahin bleibt mir nur, euch allen Gesundheit und Geduld zu wünschen.

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