Neujahrswünsche

Liebe Schachfreunde,

wir blicken auf ein anstrengendes Jahr zurück. Zum zweiten Mal in Folge musste die SG Lasker umziehen. Die aktuelle Raumsituation ist unbefriedigend. Zwar sind alle Räumlichkeiten sehr gut geeignet, aber die Verteilung auf drei Standorte ist sehr unbefriedigend. Dazu liegt das Freitags-Spiellokal in Lichterfelde-Süd doch sehr weitab. Dass wir immer nur Verträge bis 22:00 Uhr bekommen haben, zwingt uns, Vereinsmeisterschaft und Pokal bis auf weiteres ausfallen zu lassen. Ein einziges Spiellokal für alle Spielabende und für die BMM mit längeren Öffnungszeiten wäre dringend erforderlich, konnte aber bisher nicht gefunden werden. Ich bitte alle Laskeraner, sich weiter umzuhören.

Der Spielerkader konnte erweitert werden. Die Neuzugänge Jan-Hendrik de Wiljes und Zdravko Radeljic-Jakic verstärken die erste Mannschaft. Im Kinder- und Jugendbereich überwiegen die Neuanmeldungen bei weitem die Abgänge. Leider haben uns mit Werner Püschel und Harald Haseloff zwei Spieler verlassen, die seit Jahrzehnten zu unserem Verein gehören und die sehr vermisst werden.

Die personelle Situation in der Vereinsarbeit hat sich nicht verbessert. Die von mir bei der Mitgliederversammlung erbetene und zum Teil auch zugesagte verstärkte Mitarbeit hat kaum stattgefunden. Stephan Burger hat die Mannschaftsmeldungen zur BMM übernommen; Benjamin Rouditser ist der neue interne Spielleiter. Dennoch hat sich mein Arbeitsaufwand nicht verringert. Manches muss nun einfach liegenbleiben; so gibt es z.B. deutlich weniger Artikel auf dieser Seite. Ich habe viel Verständnis dafür, dass für jeden Beruf und Familie wichtiger als die SG Lasker sind. Wenn aber nicht kurzfristig die Verteilung der Arbeit auf deutlich mehr (geeignete!) Schultern möglich ist, werden wohl einige der noch aktiven Funktionäre nicht mehr weitermachen. Ob der Verein dann überhaupt noch weiterexistieren kann, wird man sehen.

Auch in den Mannschaften wird es für die Mannschaftsführer immer schwerer, eine komplette Mannschaft antreten zu lassen. Bislang sind die freigelassenen Bretter nur sehr kurzfristigen Absagen geschuldet, und wir sind noch weit von den Quoten vergangener Jahre entfernt. Aber die Tabellenstände zeigen deutlich, dass wir nur selten in Bestbesetzung antreten. Ebenso sind die Vereinsabende derzeit sehr schlecht besucht. Natürlich ist das ein Teufelskreis: wenn niemand da ist, kommt auch niemand. Die SG Lasker ist auf die Initiative von Spielern angewiesen, einfach mal so zum Spielabend zu kommen, auch wenn kein Turnier stattfindet und man nicht weiß, wen man trifft. Würden das von unseren z.Z. 70 gemeldeten Mitglieder 20% regemäßig machen, wäre der Vereinsabend wieder so lebendig wie 2013, als ich bei der SG Lasker eingetreten bin.

Im letzten Jahr gab es aber auch etwas sehr Positives: Wir feierten Jubiläen. Der älteste Vorgängerverein der SG Lasker, der SV Schallopp Stegitz wurde 110 Jahre, der SV Wilmersdorf 100 Jahre, und die fusionierte SG Lasker existiert jetzt auch schon seit 20 Jahren. Wir konnten zusammen mit unserem Partnerverein Stockholms Schacksällskap am Brett und auch daneben einige schöne Stunden verbringen. 

Für 2020 schauen wir nicht nur auf die Fortsetzung unserer Probleme, sondern auch unserer Traditionen und auf die Freude am Schachspiel. Ich bin mir sicher: Wenn jeder Laskeraner sich im Rahmen seiner Möglichkeiten einbringt, wird der Verein noch viele Jubiläen feiern. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen, Ihren Angehörigen und Freunden ein Gutes gesundes, erfolgreiches und fröhliches Jahr 2020.

Christian Kuhn

BMM: Hoffnungsschimmer 16 von 15 Immer noch Pause – mindestens bis September
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