BMM: Knappe Niederlagen, ein Sieg und ein Unentschieden

Zugzwang – Lasker 1 4,5:3,5 Tempelhof 2 – Lasker 2 4,5:3,5 Lasker 3 – Zitadelle 6 4,5:1,5 Lasker 4 – Tempelhof 4 3:3

Schon im Vorfeld konnte man ahnen, dass dieser Spieltag spannender als unbedingt nötig wird: Die Mannschaftsführer hatten alle Hände voll zu tun, um ihre Mannschaft komplett ans Brett zu bringen. Das wirkt schon ein wenig befremdend in einer Situation, in der es für zwei Mannschaften noch um viel geht.

Lasker 1 durfte in der Stadtliga B zum Tabellenführer Zugzwang. Beim letzten Besuch gab es dort eine 8:0-Klatsche, die es diesmal zu vermeiden galt. Lange passierte nichts. Dann ging es recht schnell: Brett 8 ging verloren, Werner Püschel gewann plötzlich Dame und Punkt und glich aus. Brett 7 ging verloren, Jorge Idelsohn glich aus. Torsten Miowitz konnte Ex-Laskeraner Adis Artukovic ein Remis abringen. Danach ging leider nicht nur der Takt, sondern auch die Bretter 1 und 5 verloren. Christian Kuhn brachte ein besseres Endspiel nach Hause, konnte damit aber für Lasker nur noch Ergebniskosmetik zur 3,5:4,5-Niederlage betreiben. Für die Tabellenführung hätte der Brettpunkt entscheidend sein können, aber da auch Weiße Dame „nur“ 4,5:3,5 gewann, behielt Zugzwang die Führung mit einem Brettpunkt. Lasker 1 hat drei Mannschaften sicher hinter sich und ist damit selbst für den äußerst unwahrscheinlichen Fall abgesichert, dass durch unglückliche Abstiege von oben eine dritte Mannschaft in die 1. Klasse müsste. Das vermutete Schicksalsspiel in der letzten Runde wird dadurch zu einer normalen Partie. Durch die Tabellensituation in der 2. Klasse ist es aber wichtig, dass wir so stark wie möglich antreten, um keine Spieler aus der 2. Mannschaft abzuziehen, für die es noch um den Aufstieg geht.

Lasker 2 musste beim SK Tempelhof 2 ebenfalls einige Spieler ersetzen. Die vorderen Bretter zeigten sich unbeeindruckt: Bernd Rösler, Stephan Burger und Dr. Rudolf Schindler gewannen an den ersten drei Brettern. Dahinter gelang nur noch Stefan Gölling auf Brett 5 ein Remis, und der Wettkampf ging 4,5:3,5 verloren. Dadurch entsteht eine kuriose Tabellensituation: Vier Mannschaften liegen punktgleich mit 12 Punkten vorne; nach Brettpunkten ist Lasker Zweiter. Spitzenreiter Berolina 4 hat mit dem Vorletzten Empor 5 die vermutlich leichteste Aufgabe zu lösen; Tempelhof 2 spielt gegen Lichtenrade, eine Mannschaft aus dem Mittelfeld, muss aber vier Brettpunkte aufholen, was selbst bei einem knappen Sieg von Lasker 3 gegen Eckturm nicht möglich wäre. Lasker 3 muss also NUR den Tabellennachbarn Eckturm besiegen, um aufzusteigen; bei einem hohen Sieg wäre mit Glück auch die Meisterschaft noch möglich. Bestbesetzung ist erforderlich, nicht nur für die Mannschaft selbst, sondern auch als Hilfe für Lasker 3, die ebenfalls um den Aufstieg spielen.

Lasker 3 empfing die 6. Mannschaft von Zitadelle Spandau. Nach der Tabellensituation vor dem Kampf galt es, nicht nur zu gewinnen, sondern auch möglichst viele Brettpunkte zu sammeln. Zitadelle 6 trat mit nur 4 Spielern an. Paolo Schümer und Michael Stübing erspielten ihre Siege, Stephan Reeger trug noch ein Remis bei. Die Meisterschaft in der 4. Klasse West sicherte sich Makkabi 3 vorzeitig, aber der Konkurrent Schwarz-Weiß Lichtenrade 4, der mit Lasker 3 punktgleich war und nach Brettpunkten deutlich vorne lag, verlor unerwartet. Damit ist Lasker 3 alleiniger Tabellenzweiter und kann in der letzten Runde bei SG Caissa/Vfb Hermsdorf 3 aus eigener Kraft den Aufstieg schaffen. Auch hier müssen natürlich alle Stammspieler an Bord sein.

Da Barbara Pehnke in die 3. Mannschaft aufrücken musste (wer konnte vorher ahnen, dass der Ersatzspieler aus der 4. kampflos gewinnen würde), musste der Nachwuchs in der 4. Mannschaft schachlich ohne Erwachsene zurecht kommen. Und das gelang: Der nominell deutlich stärkere Gast SK Tempelhof 4 musste drei Brettpunkte zum Unentschieden abgeben. Die Siege fuhren Lavinia Kampa am Spitzenbrett, Julian Kloetzner und Robin Maxfield (Bretter 4 und 5) ein. Hier ist die Tabellensituation nicht wichtig. Wichtig ist die Erfahrung, die die Kinder und Jugendlichen hier sammeln, um möglichst bald in den anderen Mannschaften auf Punktejagd gehen zu können. Und in der Tat gibt es da inzwischen einige Lichtblicke.

Die letzte Runde ist am 31.3. Das Heimspiel der ersten beiden Mannschaften ist unser letztes Spiel im Brunnenhof. Die dritte Mannschaft spielt in Hermsdorf, die vierte in Kreuzberg.

Rapid: Große Beteiligung, spannender Kampf 2 von 15 Frauentag: Eingeschränkter Spielbetrieb
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