Der Havel Grandprix !

" Ein Steglitzer Eisbär tanzt in Spandau Ballett!?" oder"Die Nordlichtexpedition der Laskeraner Musketiere"

mce_markerDie zweite Veranstaltung der Berliner Grand Prix Serien übernahm der Jubiläumsklub Zitadelle Spandau (gegründet 1977), welche quantatativ (66 Teilnehmer aus vier Bundesländern!) wie auch qualitativ (2 GM, 4 IM, 5 FM und ein Candidate Master) ausgezeichnet besetzt war.

Auffallend war die starke Beteiligung von U14 Jugendlicher (30%!) , die mit Ihren mitschreibenden (!) Trainer aus Potsdam und Berlin ("Mattnetz")ein imposantes Bild boten. Souveräner Sieger wurde der Chessbaseautor IM Steve Berger (König Tegel), der mit sicherem Spiel nur drei Remis zuliess (GM Stern, FM Brustkern und IM Lagunow) und 7,5 totalisierte. Tragischer Held des Turniers war definitiv der mehrfache GP- Sieger GM Robert Rabiega (Tegel),der gegen Turniersieger "ein totremises Endspiel so lange weiterknetete, um dann wie ein Idiot in eine Falle lief und verlor"(O-Ton Rabiega). Der deutsche Meister von 2001 verlor zwei Runde später gegen seinen Teamgefährten GM Rene Stern ein total gewonnenes Endspiel durch eine Halluiznation (GM Vlastimil Hort schlug für solche Fälle mal als Informatorzeichen ein H.vor ...wie z.B. in der berühmten Partie Hort -Spasski 1977). Der so "beschenkte" Tegler Spitzenmann, wurde aber schon in der nächsten Runde "vom Erfurter IM Olaf Heinzel "wie ein Kind zusammengeschoben" (O-Ton Stern).Dies war jedoch Renes einzige Niederlage, und er landete mit der besten Buchholzwertung aller Teilnehmer verdient auf dem 2.Platz.

Drei Musketiere des SG Lasker Steglitz fanden ebenfalls den Weg in die schönen Spielstätte der Zitadelle. Trotz eines Trauerfall in der Familie erzielte Dr. Wolfhard Trebbin am Ende mit 4,5 P. ein gutes Ergebniss (bester Senior!). Benjamin Rouditser konnte seinen tags zuvor gezeigten Aufwärtstrend beim"Emauel Lasker Gedenkpokalturnier.leider nicht bestätigen und erzielte nur 2,5 Punkte. "Der Cheftrainer des Traditionsverein" (s.a. Bericht auf

www.skzehlendorf.de

wollte eigentlich nur weitere Erfahrung mit seiner neuer Eröffnungliebe "Dem Eisbär!" machen. Der kreative dänische GM Hendrik Danielsen gab einer Variante des Bird (1.f4) aufgrund der ungwöhnlichen Bauernstruktur diesen lustigen Namen(s.a. das Video auf

www.youtube.com

In der letzten Runde machte IM Heinzel Bekanntschaft mit dem"possierlichen Tier"(1.f4,d52.Sf3,Sf6 3.e3, Lg4,4. h3,Lf3:5.Df3:,c6 6.g4!?), und er wurde auf offener Eisfläche sauber erlegt! Mit diesem Sieg erspielte sich der Autor bei diesem "Trainingsturnier" überraschenderweise den geteilten 2.Preis! Die einzige Niederlage kassierte er gegen den Zweitplatzierten Tegler "Polarstern".

Alle Einzelergebnisse und Infos auf der Webside der Zitadaelle Spandau unter:

www.zitaschach.de

PS: Um den"Eisbären" in geistvoller Atmosphäre zu analysieren,empfiehlt der Cheftrainer ein Glas guten Rotwein und den selbigen Song der Gruppe"Grauzone"von 1980!

Viel Spass dabei!

FM Jürgen Brustkern

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